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27.08.2011: Kirchberg vs. Fügen 1:1 (1:0)


Kirchberg startet wieder mit der Liberovariante ins Spiel. Fügen spielt mit der Viererkette.

Die ersten 15 Mintuen gehören eindeutig der Kirchberger Mannschaft, die im MIttelfeld aufstellungsbedingt einen Mann Überzahl hat und das auch ganz gut ummünzen kann. Auffälligster Akteur ist von Beginn an Wolfgang Thaler, der nach einem schnell erkämpften Ball auf der Mittellinie in der 7. Minute auch den Pass zum 1:0 auf Bendler Christian gibt. Dieser überhebt den herausstürmenden Torwart.

Beide Mannschaften agieren heute sehr vorsichtig und ziehen sich bis zur Mittellinie zurück. Darum können beide Teams relativ ungefährdet über die Abwehrreihe herausspielen. Fügen versucht es immer wieder mit Flachpassspiel, Kirchberg trotz der Unbedrängtheit fast schon gewohnt oft mit langen Bällen. Ein geordneter Spielaufbau funktioniert phasenweise nur über die rechte Seite mit Lechner, Pletzer und oftmals Thaler.

Nach einer weiteren hochkarätigen Chance für Bendler (knappes Abseits) nach schöner Vorarbeit von Vcelar kommen nach 20 Minuten die Fügener auf und Kirchberg entgleitet das Spiel zusehends. Erster Schreckmoment ist ein Kopfball eines Fügener Angreifers aus 5 Metern zentral und völlig frei vorm Tor. Der Fügener schafft es aber, den Ball über die Latte zu setzen - fast schon stümperhaft. In der Folge bleiben die Fügener gefährlich. Vor allem über die rechte Angriffsseite entstehen einige brenzlige Situationen.

Auffallend ist, dass die Kirchberger Hintermannschaft bei hohen Bällen von der Seite, sei es durch Flanken oder Eckbälle völlig indisponiert ist und die Gegenspieler viel zu leicht  an die Bälle kommen. Nach zwei guten Paraden von Tom Gründhammer geht es mit der knappen Führung in die Kabinen.

Lieferte die erste Halbzeit noch ein halbwegs ansehnliches Spiel ab, so ist der zweite Durchgang aus Kirchberger Sicht total zum Vergessen. Man gibt nun das Heft vollkommen aus der Hand und von der 46. Minute an ist Nervosität zu spüren. Die Bälle können nicht mehr in den eigenen Reihen gehalten werden und gehen nach Balleroberung viel zu schnell verloren. Man muss aber auch sagen, dass Fügen vor allem im Angriffsdrittel total harmlos agiert und aus der Überlegenheit kein Kapital schlagen kann. Die Kirchberger Spieler zeigen sich jetzt überhaupt nicht mehr und Bälle werden oft überhastet verschenkt. Die Abwehrreihe kann sich somit kaum Luft verschaffen und ist ständig gefordert.

In dieser Drangphase von Fügen hat Harry Eigner die Entscheidung am Kopf, als er nach einer verlängerten Flanke aus kurzer Distanz leider genau dem Torhüter in die Arme köpfelt. Das wär's wohl gewesen, es bleibt aber auch die einzige Torchance für die Hausherren im zweiten Durchgang.

So kommt es wie es kommen muss. Nach einem Gestocher vor dem Tor (nach Eckball) belohnen sich die Fügener doch noch mit dem Ausgleichstreffer.

Am Ende muss man mit dem Puntgewinn noch zufrieden sein.

Fazit: Gegen erschreckend schwache und vor allem harmlose Fügener wäre heute sicher mehr drinnen gewesen. Aber Torchancen waren Mangelware und so muss man das 1:1 so nehmen. In der zweiten Halbzeit war ein deutlicher Substanzverlust bemerkbar.

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