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20.08.2011: Kirchberg vs. Jenbach 2:2 (0:0)


Nach einer hitzigen Augustwoche mit einigen reinigenden Gewittern am Sportplatz treffen die 2 ehemaligen Tirolerliga-Konkurrenten bei brütender Hitze aufeinander. In Jenbach ist im Sommer fast kein Stein (Spieler) auf dem anderen geblieben, bis auf wenige Ausnahmen spielen nur Neuerwerbungen. Die Hausherren in orangem Dress starten motiviert mit viel Laufarbeit, die ist auch nötig gegen den technisch sicherlich um eine Klasse höher eingeschätzten Gegner. Durch praktiziertes Pressing wird die Jenbacher Abwehr immer wieder zu Fehlern gezwungen und so kommt es zu einigen Halbchancen, meist über rechts durch den heute aktiven, aber glücklosen Wirbelwind Christian Bendler. Aber auch die Gäste haben ihre Gelegenheiten durch die pfeilschnellen Spitzen, so kann der praktisch fehlerlose Goalie Thomas Gründhammer in der 20. Minute nur mit einem unglaublichen Reflex den Ball aus der linken unteren Ecke fischen und 10 Minuten später Michael Seil in letzter Sekunde retten. Nach starkem Kopfball von Wolfgang Thaler (knapp über das Tor nach einer Ecke) vergibt Jenbach in der 44. Minute die Riesenchance auf die Führung, als ein Schlenzer aus 18 Metern nur knapp das Tor verfehlt. Nach der Pause nimmt die Partie etwas an Fahrt auf, zunächst vergibt Bendler allein vor dem Tormann. Dann folgt ein Ping-Pong-Spiel der besonderen Art,  denn jeder Führungstreffer der Hausherren wird innerhalb von wenigen Augenblicken egalisiert. So erzielt Harry „the Goalgetter“ Vcelar nach 70 Minuten das 1:0 mit einem Direktschuss aus 6 Metern nach Pass des eingewechselten Youngsters Dominic Aschaber von rechts, als der gegnerische Tormann vom vorhergehenden Duell mit Wolfgang Thaler noch am Boden liegt (u. U. wäre hier auch auf Tormannfoul oder danach auf passives Abseits zu entscheiden gewesen). Aber was soll's, die Antwort der trotzigen Jenbacher lässt nicht lange auf sich warten, Ünal lässt am 16-er elegant seine Gegenspieler aussteigen und schließt platziert ab. Großer Jubel dann in der 80. Minute, als Harry (bekanntlich „the Goalgetter“) Vcelar einen Freistoß zum 2:1 im gegnerischen Tor unterbringt. Auf Ping folgt Pong, diesmal durch den bekannt starken Nagraisalovic, der mit Ausnahme dieser Szene (fast ident wie beim 1:1, Schuss vom 16-er nach starkem Dribbling und unmotiviertem Rutschen unseres Verteidigers) von Daniel Depauli hervorragend neutralisiert wird. Die Schlussphase in diesem Spiel ist an Spannung kaum zu überbieten, die besten Chancen werden aber durch Jenbach nach einem Stangerlpass und nach Freistößen fast im Minutentakt für Kirchberg knapp vergeben.

Fazit: Obwohl Kirchberg die klareren Torchancen hatte, muss man mit dem Unentschieden gegen den Titelaspiranten letztendlich zufrieden sein (das Spiel hätte genauso gut auch verloren gehen können). Zuversichtlich stimmt die kämpferische Einstellung, spielerisch ist noch viel Luft nach oben. Positiv sehen viele Zuschauer die vorgenommenen Änderungen in der Aufstellung.

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