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17.09.2011: Söll vs. Kirchberg 0:0


Durch die Abwesenheit und Verletzung einiger Spieler muss unsere 1-er ersatzgeschwächt in Söll antreten. Der Kapitän übernimmt Verantwortung, also gibt Martin Pletzer heute sein Debüt als Libero. Aber auch der Gegner ist nach 3 Rotsperren sehr gehandicapt Von Beginn an kommen unsere Jungs mit diesem Manko nicht so zu Recht wie die Gastgeber, die bereits nach 28 Sekunden eine Riesenchance auf die Führung durch Richard Gugglberger knapp vergeben. Die größte (und leider fast einzige) Gefahr für das Söller Gehäuse fabriziert Harry Vcelar mit einem Wahnsinnsweitschuss in der 5. Minute, der jedoch von der Innenstange wieder zurück ins Feld prallt. Das Spiel ist in weiterer Folge geprägt von vielen Kopfballduellen am ganzen Platz – was wohl einiges über die Spielkultur verrät. Auch sieht man auf beiden Seiten bei hohen Bällen immer wieder Fehler in der Ballannahme. Besonders kurios dann die Minuten 21 bis 23, als Söll 6 (sechs!) Ecken in Folge hat und unzählige Spieler beider Teams reihenweise den Ball verfehlen. Sehr auffällig heute, dass die Gastgeber nach Standards immer wieder völlig frei zum Kopfball kommen, allerdings gehen die Abschlussversuche meist knapp oder weniger knapp daneben oder werden vom überragenden Goalie Thomas Gründhammer sicher pariert. Die 2. Halbzeit ist aus Kirchberger Sicht relativ rasch erzählt. Söll spielerisch mit klarem Übergewicht ohne die ganz große Chance, vergibt Freistöße teilweise kläglich und bestätigt wohl die Offensivleistungen der bisherigen Saison. 2-mal wird es wirklich gefährlich vor dem Kirchberger Tor, als Daniel Depauli in der 76. Minute mit Glück den Ball noch über die Latte lenken kann und als in der Nachspielzeit ein wieder vollkommen freier Söller Spieler den Ball per Kopf nur an die rechte Außenstange setzt. Ebenfalls in der Nachspielzeit hat dann völlig überraschend Dominic Aschaber den Matchball auf dem Fuß, sein Schuss wird aber abgeblockt. So endet das Spiel für Kirchberg glücklich mit 0:0. Die besten sind heute dort zu finden, wo sich das Spiel meistens abspielt, nämlich in der Defensive: Goalie Thomas Gründhammer, Martin Pletzer als Wahnsinns-Libero (ein Versprechen für die Zukunft?) sowie Daniel Depauli, der dem starken Söller Richard Gugglberger körperlich so zusetzt, dass diesem auch spielerisch nicht allzu viel gelingt.

Fazit: Ein sehr glückliches Unentschieden, erkämpft durch bedingungslosen Einsatz einiger Akteure. Spielerische Ansätze sind bei Kirchberg zwischen der Minute 55 und 65 zu erkennen, als versucht wird, den Ball hinter heraus und vor allem flach zu spielen. Die Zuordnung bei Standards ist dringendst verbesserungswürdig, ebenfalls die Besetzung der 6-er Position. Auch grundlegendes Techniktraining (Ballannahme, etc.) könnte seinen Zweck nicht verfehlen.

 

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