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12.05.2012: Kirchberg vs. Kufstein 1b 0:1 (0:1)


Die FC Kufstein 1b war an diesem Spieltag zu Gast beim SC Kirchberg und galt auf dem Papier natürlich als Favorit. Für die Kirchberger geht es in den verbleibenden Runden um alles, Trainer Robert Popovits und seine Mannschaft sehen den Klassenerhalt als erklärtes Ziel. Die Kufsteiner sind auch am eigenen Platz kein einfacher Gegner, die spielstarke Truppe von Coach Hannes Meixner konnte am letzten Spieltag überzeugen.

Der SC Kirchberg hatte nach dem letzten Spiel massive Personalsorgen im Torwartbereich, nach dem Ausschluss von Bernhard Hühnersbichler im Spiel gegen die SVG Stumm stand der Ersatzkeeper in dieser Woche aufgrund seiner Sperre nicht zur Verfügung. In Kirchberg löste man das Problem kurzfristig, in dem man den erst sechzehn Jahre alten Johannes Brandstetter aus Kitzbühel holte, durch eine entsprechende Jugendregelung konnte der Transfer über die Bühne gebracht werden.
Der junge Torwart bekam in der Partie auch einiges zu tun, die spielstarken Gäste aus Kufstein versuchten ihr technisch versiertes Spiel am fremden Platz von Beginn weg durchzusetzen. Es entwickelte sich eine flotte und ansprechende Partie, die spielerischen Nachteile glichen die Hausherren aus Kirchberg mit viel Laufarbeit und Kampfbereitschaft aus. Sowohl der SC Kirchberg als auch die FC Kufstein 1b erspielten sich in der ersten Halbzeit Tormöglichkeiten, die Aktionen der Gäste waren um einen Tick zwingender. Der erste Treffer der Partie fiel in der 39. Spielminute, Miralem Golic traf zum 1:0 für die Kufsteiner 1b. Vorangegangen war eine missglückte Abwehr der Kirchberger Abwehr, Golic bekam den Ball etwa 20 Meter vor dem Tor auf den Fuß serviert. Der Mittelfeldmotor fackelte nicht lange und drückte den Ball per Linksschuss unhaltbar über die Linie, der junge Keeper Brandstetter musste sich geschlagen geben. Nach dem Treffer passierte nicht mehr viel in Hälfte eins, mit der dünnen, aber nicht unverdienten Führung konnten die Gäste die ersten 45 Minuten beenden.

Nach dem Seitenwechsel wurde der SC Kirchberg stärker, man spürte förmlich den Wille, die Partie zu drehen und wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg zu sammeln. Coach Popovits ließ offensiver spielen, Kirchberg versuchte den FC Kufstein in der eigenen Hälfte festzunageln. Dass dieses Unterfangen gegen einen spielstarken Gegner nicht einfach ist, versteht sich von selbst, die technisch versierten Mittelfeldakteure der Kufsteiner Golic, Hechenbichler und Holzer konnten die sich bietenden Räume immer wieder für gefährliche Gegenstöße nutzen.

"Ein Spiel gleicht dem anderen, das Team beißt und kämpft und wird nicht belohnt!" Robert Popovits

Die Hausherren konnten sich dennoch einige Chancen erarbeiten, Wolfgang Thaler scheiterte Mitte der zweiten Hälfte knapp, sein Schuss streifte am Gehäuse vorbei. Der eingewechselte Dominic Aschaber scheiterte ebenso knapp wie Gabor Szekeres, die beste Ausgleichchance für die Kirchberger fand jedoch Altmeister Harald Vcelar vor, sein Freistoß reichte aber auch nicht zum erhofften 1:1.
Auf der anderen Seite waren die Gäste aus Kufstein um nichts ungefährlicher, vor allem nach hohen Bällen wurde es im Strafraum der Kirchberger brandgefährlich. Florian Konrad köpfte aus kurzer Distanz zu zentral, Brandstetter konnte den Ball entschärfen, fast identisch wenige Minuten später die Chance durch Baris Harmanci, auch sein Kopfball landete beim Kirchberger Neokeeper. Alles in allem eine ansehnliche Partie, der FC Kufstein 1b war die spielerisch bessere Mannschaft, der SC Kirchberg konnte mit viel Kampfgeist dagegenhalten und hatte durchaus die Chance, den Gästen einen Punkt abzunehmen.

Fazit:

Der FC Kufstein 1b bewies wieder einmal seine spielerische Klasse und konnte in Kirchberg gewinnen. Für die Hausherren eine bittere Niederlage, man konnte dem Gegner gefährlich werden, die wichtigen Punkte waren im Bereich des Möglichen. Ans Aufgeben denkt in Kirchberg dennoch niemand, Trainer Robert Popovits ist stolz auf die Moral und das Herzblut, das seine Mannschaft an den Tag legt und wird mit seinem Team bis zum Schluss um den Klassenerhalt kämpfen, möglich ist in den letzten fünf Runden noch alles.

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