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10.09.2011: Kirchberg vs. Hippach 4:2 (3:1)


Das Spiel nimmt rasch Fahrt auf, der heute wieder als Libero aufgebotene, überragende Wolfgang Thaler dirigiert von der 1. Minute an lautstark seine Vorderleute. Nach Lechner-Fehler muss Goalie Thomas Gründhammer schon früh sein Können unter Beweis stellen und nach 10 Minuten folgt die erste gelungene Flachspielaktion der Heimischen über Johannes Wälzlein. Nach der anschließenden Ecke nützt Daniel Depauli die allgemeine Konfusion im Strafraum mit einem linken (!) Flachschuss via Innenstange zur Führung. Der wiederum sehr agile Christian Bendler trifft nach einer Wälzlein-Traumflanke kurz darauf den Ball nicht richtig und vergibt. Auch Hippach hat nun seine Chancen, nach einer Superkombination rettet Daniel Depauli knapp und einmal auch Wolfgang Thaler spektakulär mit einem Fallrückzieher in Extremis. Es bieten sich Chancen auf beiden Seiten, und es ist „Goalgetter“ Harry Vcelar in der 32. Minute, der nach einem Zuckerpass von Johannes Wälzlein schlitzohrig per „one-touch“ vom 16-er den herauskommenden Goalie überhebt. Die Gäste drücken nun stark auf den Anschlusstreffer, der ihnen auch per Traumweitschuss ins Kreuzeck in der 35. Spielminute verdient gelingt. 5 Minuten vor der Pause schaltet Kirchberg den Kopf ein. Zunächst trifft Matthias Leitner nach Superstangerl von Johannes Wälzlein per Stirn nur die Latte, ehe Christian Bendler nach Vcelar-Flanke von links einen von ihm noch nie gesehenen Flugkopfball zur 3:1 Führung ins kurze Eck versenkt. Und dann, gespielt sind 45 Minuten, eine Aktion, die zahlreiche Zuschauer von den Sitzen reißt: Johannes Wälzlein dribbelt erfolgreich gegen 2 Gegenspieler, spielt flach rechts auf Martin Pletzer und dessen präzise Flanke setzt „der heutige Superkopf“ Christian Bendler wiederum an die Latte. So kann es weitergehen, denkt sich wohl mancher Zuschauer.

Doch leider hält die 2. Halbzeit nicht das, was sie verspricht. Der heimische Spielfluss reißt völlig, Mannschaftstaktik ist keine mehr zu erkennen und wir verzeichnen nur 2-3 Halbchancen. Hippach übernimmt  ab Minute 50 völlig das Kommando, Kirchberg gelingt kein geordneter Spielaufbau mehr und bei den weiten Ausschüssen ist man stets „Zweiter“.  So setzen sich die starken Zillertaler, bei denen die Nr. 10 Martin Trojer immer mehr zur spielbestimmenden Persönlichkeit wird, in der gegnerischen Hälfte fest und erarbeiten sich Chance um Chance. Besonders bei Eckbällen und teils unnötigen Freistößen (zB wegen Kritik am äußerst souveränen Schiri) brennt es lichterloh. Zunächst erzielt Hippach nach einer guten Stunde den mehr als verdienten Anschlusstreffer und in Folge heißt der wichtigste Spieler mit der Nummer X auf Kirchberger Seite schlichtweg „Glück“. So wird in der 74. Minute Martin Trojer alleine vor dem Goalie gefoult (nur Gelb für Daniel Depauli), und auch Goalie Thomas Gründhammer lässt sich von der Unsicherheit seiner Vorderleute anstecken. Aber Fußball ist manchmal ungerecht und so erzielt Kirchberg nach einem wunderbaren Vcelar-Konter über links das 4:2 durch den in der 2. Hälfte völlig abgetauchten Johannes Wälzlein.

Fazit: Dieser 3-er ist lebenswichtig. Wie gut die Mannschaft spielen kann, beweist sie in Halbzeit eins. Da sehen wir so manchen Spielzug, der zuversichtlich stimmt und auf Wiederholung wartet. Nach der Pause agiert unsere Mannschaft taktisch sehr undiszipliniert, man fühlt sich an die Ursprünge des Kinderfußballs („alle rennen dem Ball hinterher“) erinnert. Letztendlich 3 doch glückliche Punkte, auch wenn der Sack schon in der 1. Halbzeit zugeschnürt hätte werden können. Wir freuen uns trotzdem sehr darüber.

Was sonst noch auffällt (am Rande): Keine Mannschaft hat bis zur 6. Runde der Landesliga Ost mehr Tore geschossen als der SC Kirchberg, allerdings hat auch keine Mannschaft mehr Tore erhalten als unsere 1-er.

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