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09.06.2012: Kirchberg vs. Söll 1:4 (0:3)

 
Der FC Söll war zwei Runden vor Schluss theoretisch noch abstiegsgefährdet. Thomas Kopp und sein Team hatten im Match gegen den SC Kirchberg die Möglichkeit, sich aus eigener Kraft den Platz in der Landesliga zu sichern, dementsprechend trat man auswärts auch auf. Für die Kirchberger war der Abstieg bereits fix, man richtet den Blick vorwärts und hofft auf eine gute Gebietsligasaison.

Der FC Söll blieb in dieser Saison hinter den eigenen Erwartungen und denen der Fans zurück. Obwohl man mit Richard Gugglberger, Albert Sillaber und Kapitän Manfred Mayerl routinierte und starke Führungsspieler in den eigenen Reihen hat, wollte die Maschine FC Söll einfach nicht anlaufen. So musste man sich ungewohnterweise mit dem Abstiegskampf beschäftigen, mit einem Sieg gegen Kirchberg konnte man diese Saison zumindest mit dem Ligaerhalt abschließen.
Das Spiel begann flott, der FC Söll begann druckvoll und nahm das Heft von Beginn weg in die Hand. In den letzten drei Spielen kamen die Söller gut in Schwung, das zeigten sie auch an diesem Spieltag am Kirchberger Sportplatz. Die Hausherren taten sich schwer, den Ball kontrolliert in die Hälfte der Gäste zu bringen, Söll wirkte in der Anfangsphase überlegen. Bereits in der 16. Minute jubelte Kapitän Manfred Mayerl über die 1:0 Führung, der Mittelfeldmann verwertete einen Freistoß aus ca. 17 Meter. Der Ball schlug hart und platziert im Kasten der Hausherren ein, keine Abwehrchance für Keeper Johannes Brandstetter.
Mit der Führung im Rücken taten sich die Kopp-Truppe naturgemäß noch leichter, der Ball zirkulierte gut in der Mannschaft, Söll fand immer besser in dieses Match.  Der SC Kirchberg versuchte dagegenzuhalten, musste sich jedoch immer wieder im Zweikampf geschlagen geben. Zwei Minuten nach dem Führungstreffer traf Albert Sillaber zum 2:0, in der 18. Minute freute sich der Routinier über sein Tor. Sillaber bekam den Ball auf der linken Seite im Mittelfeld, zog alleine in Richtung Strafraum, ließ einen Verteidiger aussteigen und platzierte das Spielgerät im langen Eck.
Noch vor der Pause konnte der FC Söll das Spiel entscheiden, in Minute 44. folgte der Treffer zum 3:0. Michael Präauer brachte den Ball flach und scharf zur Mitte, Marco Schönauer und Richard Gugglberger grätschten beide in diesen Stanglpass, das Leder landete im Tor. Mit dieser deutlichen Führung konnten die Söller in die Kabine gehen, für den SC Kirchberg war dieses Spiel wohl ebenfalls schon entschieden.

Nach dem Seitenwechsel ließen die Gäste nicht nach, die spielfreudigen Akteure im Dress des FC Söll wollten mehr. Zwar erarbeitete sich der SC Kirchberg im zweiten Durchgang mehr und mehr Raum und Ballbesitz, dennoch verlor man den Ball zu oft aufgrund individueller Fehler im Mittelfeld. Diese Ballverluste nutze der FC Söll blitzschnell und startete gefährliche Konter. Aus einem solchen Gegenstoß entstand in der 49. Minute das Tor zur 4:0 Führung. Das Söller Mittelfeld reagierte nach einer Balleroberung gut, Josef Präauer startete in den freien Raum, bekamden  Ball perfekt serviert und traf trocken. 

Der SC Kirchberg gab sich auch nach diesem weiteren Rückschlag nicht auf und versuchte weiterhin, nach vorne zu spielen.  Söll wurde in der letzten halben Stunde zunehmend lässig, das kann man sich auch nicht gegen den Absteiger leisten. Vor allem nicht, wenn der Gegner über einen Stürmer vom Kaliber Harald Vcelar verfügt. In der 72. Minute konnte sich Vcelar im Strafraum nach einer Flanke gegen zwei Gegenspieler behaupten, nahm den Ball zehn Meter vor dem Kasten an und verwandelte in Torjägermanier zum 4:1. Die Söller Defensive hatte in dieser Situation nicht aggressiv genug gehandelt, genau diesen halben Meter Platz brauchte Vcelar, um seinen 15. Saisontreffer zu erzielen.
In der Schlussphase passierte nicht mehr viel, der FC Söll konnte den Auswärtssieg ohne gröbere Probleme über die Zeit bringen, Thomas Kopp und seine Mannschaft freuten sich über drei Punkte und den nunmehr hundert Prozent sicheren Klassenerhalt.

Fazit:

Der FC Söll spielte konzentriert und stark, man wusste im Lager der Gäste, dass man die drei Punkte braucht, um den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu fixieren. Nach der Niederlage des FC Schwoich ist man nun sicher, für die nächste Saison will man sich klarerweise wieder mehr vornehmen. Der SC Kirchberg plant für die Gebietsliga, natürlich fehlte etwas die Spannung im eigenen Team in diesem vorletzten Spiel der Saison. 

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