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05.11.2011: Kirchdorf vs. Kirchberg 4:3 (2:0)


Im ersten Spiel der Rückrunde trifft der SCK auswärts auf den SV Kirchdorf, an den man seit dem 3:6 zu Hause eine denkbar schlechte Erinnerung hat.

Neo-Trainer Walter Krimbacher setzt seine Tribünenbeobachtungen als „Mann an der Linie“ um und nimmt einige Umstellungen in der Mannschaft vor. So reaktiviert er die erfahrenen Hühnersbichler-Brüder und setzt erstmals auf Thaler als spielenden 6-er und neben ihm Gutensohn Florian.

Von Anbeginn des Spieles wirkt Kirchberg heute munter und voll bei der Sache. Kirchdorf erweist sich als der erwartet schwierige Gegner und hat wie Kirchberg zunächst einige Halbchancen. Die beste für die Gäste hat Wälzlein, der eine Balleroberung im Mittelfeld mit einem überraschenden Fernschuss aus 40 Metern abschließt, der vom Goalie gerade noch zur Ecke abgewehrt werden kann. Dann übernehmen jedoch die Hausherren immer mehr das Kommando und erzielen die verdiente Führung, als Hühnersbichler Bany einen kurz abgespielten Freistoß zur Seite abklatschen lassen muss und ein Stürmer abstauben kann. In den Folgeminuten lässt sich die Kirchberger Verteidigung wiederholt zu simpel ausspielen (besonders über unsere rechte Seite) und nur Kamerad Glück bzw. Hühnersbichler Bany verhindern eine rasche Vorentscheidung. Allerdings erhöht Kirchdorf in der 32. Minute nach einer kurzen Ecke auf der rechten Seite und anschließender Flanke auf den 2. Pfosten durch den sträflich allein gelassenen Kastl per Kopf auf 2:0. Kurz vor der Pause prüft Gutensohn den Kirchdorfer Goalie noch einmal mit einem satten, jedoch leider zu unplatzierten Weitschuss. Als dann nach der Pause das Spiel so dahinplätschert und plötzlich Kirchdorf nach einer Stunde die 1. Chance per Kopf nach einem Freistoß von rechts zur komfortablen 3:0-Führung nützt, scheint das Spiel entschieden. Beschta kann nach schönem Spielaufbau über Hühnersbichler Thomas zwar auf 3:1 verkürzen, die Riesenchance zur Vorentscheidung hat jedoch Kirchdorf nach einem Lechner-Katastrophenrückpass, den der heute überragende Depauli beim Rettungsversuch an die Querlatte des eigenen Tors setzt.

Und dann zeigt sich eine heuer noch nie gesehene Kirchberger Mannschaft, welche die 2. Luft kriegt und plötzlich Druck macht.  Zunächst erzielt Thaler nach erfolgreichem Dribbling gegen 2 Gegner mit einem Gewaltschuss aus 20 Metern, der von der Innenkante der Querlatte ins Tor springt, den Anschlusstreffer. Dann häufen sich die Chancen, die sich besonders nach Standards von Vcelar ergeben, allerdings meist knapp am Tor vorbeigehen. Der zu diesem Zeitpunkt nicht unverdiente Ausgleich fällt dann durch den Goalgetter selbst, Vcelar sendet einen Freistoß aus halbrechter Position (ca. 35 Meter) Richtung Tor, der schließlich an Freund und Feind vorbei genau im linken Toreck einschlägt. Nun scheint alles für Kirchberg zu laufen, sogar der Siegestreffer liegt noch in der Luft. Allerdings nur bis zur 91. Minute, als dem heute sonst so verlässlichen Hühnersbichler Bany im Spielaufbau ein verhängnisvoller Fehler unterläuft, den Kirchdorf sehr einfach zum 4:3 verwandeln kann.

Fazit: Die Mannschaft wirkt in der neuen Grundformation wesentlich kompakter als zuletzt. Spielentscheidend ist heute, dass von unseren defensiven Mannen leider nur Depauli Daniel wirklich überzeugen kann, dem Rest fehlt Fitness oder Schnelligkeit. Nun heißt es, im letzten Herbstspiel gegen Schwoich am nächsten Samstag an die heute in der 2. Halbzeit gezeigte Leistung anzuknüpfen und zu punkten.

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